Zdzislaw Lachur - Ghettobilder

Ausstellungseröffnung am 10. November 2021 in Behringen

Zidslaw Lachur der 1920 in Zagorze einem Städtchen im schlesischen Kohlerevier geboren wurde, lebte als etwa 20 jähriger junger Mann in unmittelbarer Nachbarschaft zum Ghetto Sosnowiec. Mit eigenen Augen sah er unsagbares Leid und Unmenschlichkeit. Deshalb sind in seinen Themen überwiegend jüdische Elemente und menschliche Tragödien aus diesem Lebensbereich als Träger seiner allgemeingültig zu deutenden Aussagen zu finden. 

Obwohl er selbst kein Jude war mussten doch auch er und Mitglieder seiner eigenen Familie schrecklich unter dem damaligen System leiden. Dennoch - zeugend von seiner klaren und gerechten Einschätzung von Entwicklungen über lange Zeiträume und für seine Christlichkeit sowie seinen menschlichen Qualitäten - fühlte sich Lachur dem deutschen Volk als seiner Meinung nach bedeutender Kulturnation ohne Vorbehalte innigst verbunden. Die Untaten, die er im Ghetto sah, rechnet er nicht dem deutschen Volk insgesamt, sondern nur dem Hitlerregime und seinen Henkern an. 

"Ghettobilder" lautet der Titel einer Ausstellung vom 10.11.-21.12.2021 mit ergreifenden Bildern des polnischen Malers Zdzislaw Lachur (1920 bis 2007).

Sie zeugen von der Tragik der schrecklichen Ereignisse, die Lachur als junger Mann, der in unmittelbarer Nachbarschaft zum Ghetto Sosnowiec lebte, mit ansehen musste. In einer expressiven Farb- und Formensprache prallen Farben mitgroßer Wucht und Dynamik aufeinander, erscheinen Menschen und Objekte wie in Auflösung deformiert und fragmentisiert, werden zum Zeichen und Symbol der Passion. So malt Lachur mit seinen Bildern mit Tempora und Tusche gegen das Vergessen und setzt dem jüdischen Volk und seinem Martyrium ein Denkmal.

Die gezeigten Bilder Lachurs spiegeln seine Lebensgeschichte, reflektieren die Ereignisse und seine persönlichen Erlebnisse als Augenzeuge. Als polnischer Nichtjude hat er sich schon in frühesten Jahren intensiv mit seinen jüdischen Mitbürgern, ihrer Religion, Tradition und Geschichte auseinandergesetzt.

Jürgen Dawo möchte die Bilder, die aus seinem Privatbesitz stammen, einem breiteren Publikum präsentieren.

Einladung zur Eröffnung der Sonderausstellung „Ghettobilder“ von Zdzislaw Lachur

Bilder eines Augenzeugen - Eine Ausstellung gegen das Vergessen

Vom 10. November bis zum 23. Dezember 2021 findet in den Räumlichkeiten der EKA e.V. auf Initiative unseres 1. Vorsitzenden Jürgen Dawo  die Sonderausstellung „Ghettobilder“ des polnischen Malers Zdzislaw Lachur, statt. 

Alle Bilder wurden 2016/2017 bereits in der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora gezeigt.   

Wir möchten Sie hiermit recht herzlich zur Ausstellungseröffnung am 10. November 2021 um 18:30 Uhr nach Hörselberg-Hainich, OT Behringen, Hauptstr. 90B, einladen. 

Mit dieser Ausstellung wurde dem polnischen Maler und Grafiker Zdzislaw Lachur nach seinem Ableben 2007 ein großer Lebenstraum erfüllt. Die Verarbeitung seiner Impressionen und Augenzeugenschaft sollen an die Opfer nationalsozialistischer Gewaltverbrechen erinnern und verhindern, dass so etwas nicht noch einmal passiert. 

Auf Grund der Corona-Pandemie müssen wir auf die 3G-Regeln incl. geltender Hygieneregeln bestehen und bei Ihrer Ankunft diese auch kontrollieren. Bitte denken Sie an Ihren Mund-Nasenschutz. 

Wir bitten Sie um Anmeldung zur Ausstellungseröffnung bis zum 05. November 2021 per Mail an info@eka.de oder telefonisch bei Karin Poppe- 036254 - 86 599 502.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch. 

Europäische Kommunikations-Akademie für Bildung, Beratung und Projekte e.V.  und 

Jürgen Dawo (1.Vorsitzender )

 

Lachur-Ausstellung

Anmeldung zur Führung