Da, wo Dawo sich einen Traum erfüllte

Weil ein Schwabe einen Traum geträumt hat. Und ihn Wirklichkeit werden ließ. Jürgen Dawo, erfolgreicher Unternehmer aus Esslingen bei Stuttgart, hatte es Anfang der 90er Jahre in das beschauliche Behringen verschlagen. Mit der Sanierung des Hütscherodaer Herrenhauses tat er einen ersten Schritt, seine Spuren in der Region am Hainich zu hinterlassen. Dann inspirierte ihn eine Skulpturen-Präsentation inmitten Erfurts, unter freiem Himmel. Er wollte Ähnliches in Behringen schaffen – aber nicht temporär, sondern als ständigen Anziehungspunkt.

Dawo verstand es, mit seiner Begeisterung andere mitzureißen: seit 1996 wächst sein Kunst-Projekt nun peu a peu. Heute verbinden die Wanderwege das Herrenhaus mit dem ehemaligen Schloßpark in Behringen, gehört zum Wildkatzenwanderweg auch Stückchen der Skulpturen-Tour. Mehr als 100  Kunstobjekte sind zu entdecken. Und das im wirklichen Wortsinne – manche von ihnen hat die Natur im Zeitenlauf fast schon wieder vereinnahmt. Dawo hatte es als Reminiszenz an den Hainich zur Auflage gemacht, dass sich die Künstler der Buche bedienen sollten. „Eiche wäre besser, die würde rund 40 Jahre der Verwitterung standhalten“, weiß er heute.

Aber ach, vielleicht ist’s auch gut so: dort, wo Wind und Wetter das Holz gegerbt hat, entsteht ganz Neues. Etwas, was den Grundgedanken Dawos vielleicht sogar noch viel deutlicher werden läßt: Kunst und Natur, Natur und Kunst vereint.

 

Skulpturenwanderweg 3,6 km

Zur Weiterentwicklung der Idee "Kunst auf dem Lande" führte die Europäische Kommunikations-Akademie für Bildung, Beratung und Projekte e.V. vom 8. bis 20. Mai 2000 ein weiteres Bildhauersymposium zur Ergänzung des Skulpturenwanderweges Hütscheroda - Behringen unter dem Motto "Mensch, Natur und Kunst" durch.

Im Park des Tagungs- und Seminarzentrums Behringen Hotel ,,Zum Herrenhaus" in Behringen - Hütscheroda wurde von den Bildhauern Hardy Raub, Peter Genßer, Ralf Täfler, Benjamin Hahn sowie dem Förster Karlfriedrich Bodenstein je eine Skulptur geschaffen.

Diese Skulpturen, alle aus Eichenholz (3m lang), ergänzen den Skulpturenwanderweg, der seinen Ausgangspunkt am Hotel ,,Zum Herrenhaus" hat.

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Skulpturenwanderweg 12 km

Hier hat der Initiator Jürgen Dawo einen Traum realisiert: einen Skulpturenpark und Skulpturenwanderweg im Landkreis von Eisenach. Jürgen Dawo sah in Erfurt, der heutigen Landeshauptstadt Thüringens, Skulpturen und seine folgende Überlegung war, in seiner Region nicht nur für kurze Zeit, sondern langzeitig Skulpturen aufzustellen. Bei der Realisierung des Vorhabens halfen ihm Freunde, Bekannte und natürlich kunstinteressierte Menschen. Nach und nach entwickelte sich ein Konzept, dessen Umsetzung nun zu sehen ist, Genutzt wurde zum einen für die Kunst der herrliche Schlosspark von Behringen, der auf eine 200- jährige Geschichte zurückblicken kann, dessen Mittelpunkt die Weymouthskiefer bildet, zum anderen der ehemalige Eilbotenweg zwischen Behringen und Hütscheroda, der heutige Skulpturenwanderweg.

Skulpturenpark - Entstehung einer Vison

Wenn viele einen Traum träumen, so ist dies der Beginn einer neuen Wirklichkeit!

Ich habe einen solchen Traum geträumt. Einen Traum, der kein Traum bleibt. Ein Traum, der Wirklichkeit wurde.
Inspiriert durch die Aufstellung von Skulpturen in Erfurt kam mir die Idee, Ähnliches in Behringen zu schaffen, jedoch nicht nur übergangsweise, sondern als ständiger Anziehungspunkt für die umliegenden Städte und Gemeinden und auch für Kunstinteressierte aus nah und fern. Langsam nahm der Traum Form und Gestalt an. Auch Freunde, Bekannte und kunstinteressierte Menschen waren von meiner Idee begeistert. Sie halfen mir dabei, ein Anfangskonzept zu erarbeiten.

Der Park zwischen dem mittelalterlichen Schloss, dem im Sozialismus entstandenen Kulturhaus und dem neuen Ortszentrum, welches nach der Wende zu Zeiten der Marktwirtschaft entstanden ist, soll durch die Kunst vereinigt werden. Kunst soll hier als Bindeglied zwischen verschiedenen Epochen, Einstellungen und Menschen wirken.
Der herrliche Park bietet sich durch seine Lage zwischen Behringen und dem Hainich an, Gewachsenes und Geschaffenes aufeinander treffen zu lassen. Der Schlosspark, welcher unter Denkmalschutz steht, bleibt dominierend, die Kunstwerke heben sich im Schatten der Bäume ab und laden zum Verweilen ein.

Kunst auf dem Lande - ist dies möglich - wurden wir oft gefragt.

Warum nicht! Viele Skulpturenparks in Europa sind nicht in der Großstadt, sondern in ländlichen Bereichen angesiedelt. Skulpturenparks sind Wochenend-Ausflugsziele und sorgen für überregionale Bedeutung dieser Standorte. Die Möglichkeiten mit diesem Skulpturenpark für die Bedeutung Behringens sind immens. Schulklassen sowie viele Kunstinteressierte waren beim Aufbau des Skulpturenparks dabei. Sie konnten persönliche Kontakte zu den Bildhauern herstellen und sich ein Bild davon machen, wie aus natürlichen Materialien Kunst entsteht.
Man hatte hier eine von wenigen Möglichkeiten, in so geballter Form Kunst zu erleben und lieben zu lernen. Auch die Bevölkerung bekam durch das Symposium einen anderen Bezug zu diesem Kulturprojekt in der Mitte Deutschlands. Wir, die Initiatoren, glauben, dass dieser Park ein wichtiger Meilenstein zu einem größeren und vielleicht einmaligen Kulturprojekt in Deutschland wird.
Weitere Ziele des Skulpturenparks Behringen und seiner Initiatoren:

Vom Skulpturenpark aus soll ein Skulpturenwanderweg in Richtung Hütscheroda geführt werden. Weiterhin soll Künstlern die Möglichkeit gegeben werden, Teile des ehemaligen Militärgeländes künstlerisch zu gestalten (LandART).
Ich hoffe, dass es uns bei der Fortführung des Projektes auch weiterhin gelingt, die Kunst an die Öffentlichkeit zu bringen und die Öffentlichkeit an die Kunst.

Behringen wird ein kulturelles Zentrum, davon bin ich fest überzeugt.
 
Initiator Jürgen Dawo im Mai 1996